Das letzte Kapitel unseres Elternbesuches: Toronto. 3 Tage in der größten Stadt Kanadas. Gastiert wurde wieder einmal seeehr nobel. Diesmal im Sheraton Centre in Toronto. Das Hotel hat 43. Stockwerke und bietet eine sehr anständige Aussicht von den Zimmern aus. Leider fehlen uns noch die Fotos unsere Eltern, ansonsten wären es wohl mehr als 100 Stück geworden. Aber auf zum Wesentlichen…
Da der erste Tag mit Abstand der Schönste werden sollte, begannen wir mit sämtlichen wichtigen Aktivitäten. Die Fahrt mit dem Doppeldeckerbus durch die Innenstadt war als 1. am Programm. Inkludiert war auch eine kleine Bootsfahrt um die Inseln vor Toronto. Die Skyline ist jedes mal wieder herrlich anzusehen.

Nach der Bootsfahrt gabs eine kleine Hot Dog Pause und danach haben wir auf den Doppeldeckerbus gewartet… und gewartet… und gewartet… Nur gekommen ist er nicht. Schon sehr genervt sind wir dann zu dem Typen spaziert, der uns die Tickets verkauft hat. Der hat uns dann erklärt, dass der Bus diese eine Station nicht anfährt. Naja, gut zu wissen. Er gab uns dann einen Nachlass und wir haben dann schlussendlich doch noch die Fahrt durch die Stadt gemacht. Und ich denke, es hat allen sehr gut gefallen, auch wenns teilweise etwas zugig war.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt waren wir wieder vorm CN Tower. Und welch Zufall, der stand auch als nächstes auf der Liste. Da muss man das schöne Wetter schon ausnutzen.
Oben angekommen haben wir all die unterschiedlichen Ebenen erkundigt, nach Draußen gegangen und ein paar sind auch auf den Glasboden in 340 Metern Höhe gestiegen
. Für Angi und mich war es bereits das fünfte, und (vorerst) letzte Mal am CN Tower. Dafür haben wir es umso mehr genossen und auch genutzt: Zunächst haben wir uns auf der Aussichtsebene umgesehen, dann einen Kaffee getrunken und sind dann kurz vor der Dämmerung nach ganz oben, zum Skypod gefahren. Über 440 Meter über Toronto haben wir uns dann den Sonnenuntergang angesehen. Absolut herrlicher Anblick kann ich euch nur sagen…

Als wir dann wieder festen Boden unter den Füßen hatten, natürlich erst nachdem noch einmal alle im Souvenirgeschäft zugeschlagen haben, haben wir auf dem Heimweg noch etwas gegessen. Wo? Natürlich bei Hooters. (Anmerkung der Redaktion: Vorschlag kam von Angi) Deftige Burger und jede Menge fesche Mädels haben den Abend dann abgerundet…

Der nächste Tag begann mit einer langen U-Bahnfahrt, gefolgt von einer langen Busfahrt. Wer den drittgrößten Zoo der Welt sehen will, muss schon etwas Distanz zurücklegen. Und das galt dann auch im Zoo: jede Menge Gehmeter. Aber der Zoo an sich ist sehr schön. Großräumig angelegt gibt es hier alles was das Tierfreundeherz begehrt. Und wir konnten auch endlich unseren ersten Elch (Moose) und unsere ersten Bären sehen.


Da wir die lange Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch wieder zurück antreten mussten, war es bereits recht spät, als wir wieder beim Hotel gelandet sind. Aus dem Reiseführer habe ich ein nettes italienisches Restaurant herausgesucht. Ich nehme an, es war mal nett, aber das gabs auf jeden Fall nicht mehr. 30 Minuten Fußmarsch später haben wir noch immer keinen passenden Italiener gefunden. Letztendlich schnappten wir uns dann 2 Taxis und fuhren nach Little Italy, das italienische Viertel in Toronto. Dort haben wir endlich einen Italiener gefunden der uns zusagte: Giovanna.
Als zunächst mehr oder weniger einzige Gäste im Lokal haben wir zunächst Getränke bestellt. Saft? Der Kellner meinte, er schaut einmal… 10 Minuten später marschiert er mit einem Tetrapack bei der Türe herein. Schon gab es Saft
Zumindest die Dame, die sich um die Pizzen gekümmert hat, wusste, was sie tat. Sehr elegant warf sie unsere Pizzen durch die Luft, und auch geschmacklich gab es nichts auszusetzen.
Der letzte vollständige Tag für unsere Eltern führte uns dann in das Royal Ontario Museum (ROM), das größte Museum Kanadas. Vor allem interessant war die Dinosaurier Ausstellung. Aber auch Sammelstücke verschiedenster Kulturen wussten zu überzeugen.

Der Tag wurde dann im Distillery District (Brennerei Viertel) abgerundet. Nach einer Runde gratis Bierproben in der Mill St. Brauerei – wir durften 4 der rund 20 Biersorten gratis verkosten – war nach ca. 40 Minuten auch schon ein Tisch für uns frei. Immerhin wurde die Wartezeit durch gratis Bier und ausgezeichnetes Essen belohnt. Besonders spannend war es für unsere Eltern auch die Stimmung im Lokal zu erleben, denn auf ca. 15 Bildschirmen im Lokal lief gerade das Hockey Spiel Montreal gegen Pittsburgh. Montreal hat übrigens gewonnen
.
Am letzten Tag gab es wie immer ein ausgezeichnetes und deftiges Frühstück. Danach war noch Einkaufen im Eaton Center geplant. Hier hat sich jeder noch mit Souvenirs und Mitbringsel eingedeckt. Danach hieß es unsere Eltern zum Flughafen bringen. Der Abschied viel natürlich allen schwer, aber wir wussten auch alle, dass es nicht mehr lange ist, bis wir uns wieder sehen.
Abschließend bleibt uns nur noch uns bei unseren Eltern zu bedanken. Wir hatten jede Menge Spaß und glauben unsere Eltern hatten diesen auch. Und natürlich freuen wir uns schon auf ein Wiedersehen in Österreich…